Für alle möglichen Arten der Touristik bestehen im Gebiet um Třeboň ideale Bedingungen. Die Senkenlandschaft mit Wäldern und Teichen, durchwoben von einem dichten Netz von Radwegen und Lehrpfaden, stellt vielmehr ein
Gelände für Freizeitsportler und Radwanderungsanfänger dar.
Die Radwegemarkierung zusammen mit den entsprechenden Karten bieten zahlreiche Möglichkeiten für eine Planung unterschiedlich anspruchsvoller, langer und kurzer Ausflüge mit dem Rad. Eine besonders dichte Markierung gibt es im Gebiet nahe der Staatsgrenze zu Österreich in Richtung Chlum u Třeboně und České Velenice. Viele interessante Strecken finden Sie auch in Richtung Nové Hrady, Budweis und Hluboká nad Vltavou. Auf Initiative der Verwaltung des Landschaftsschutzgebietes entstand eine Reihe von Naturlehrpfaden. Viele davon sind als Radwege angelegt.
Radwanderlehrpfad Okolo Třeboně (Rund um Třeboň) - 39 km, 22 Stationen
Der Pfad beginnt in der bewaldeten und mit Teichen besäten Landschaft östlich von Třeboň. Die Strecke führt über wenig befahrene Asphaltstraßen III. Klasse und zum Teil über Waldwege und Teichdämme. Der Pfad beginnt auf dem Damm des Teichs Svět und führt über den Damm des Teichs Opatovický. Weiter führt die
Strecke zum Torfmoor Spálená borkovna, wo Torf für den Bedarf des Kurbades abgebaut wird. Von dort aus führt sie über einen Waldweg zum Jagdhaus Barbora, um nachfolgend den sog. Goldenen Kanal (Zlatá stoka) zu kreuzen, und führt dann zum Damm zwischen den Teichen Nový und Starý Kanclíř, sowie weiter zur Gemeinde Lutová (hier kreuzt sie die Anbindung an den Fernradweg Prag - Wien), Stříbřec und Stará Hlína. Sie führt weiter über den Fluss Nová řeka (Neuer Fluss), an den die berühmte Opernsängerin Ema Destinnová zum Angeln fuhr, und vorbei an den Teichen Vyšehrad, Starý Vdovec und Nový Vdovec. Über den Damm des Teiches Vítek führt sie zum größten Teich Rožmberk und rund um Nová Hlína führt sie in Richtung Třeboň wieder zurück.
Lehrpfad Okolo Světa (Rund um den Teich Svět) - 12 km, 16 Stationen
Der Lehrpfad bietet grundlegende Informationen über die Entwicklung der derzeitigen Landschaft um Třeboň als Ergebnis einer langjährigen, wechselseitig vorteilhaften Koexistenz des Menschen mit der umliegenden Natur, über die Geschichte und die Gegenwart der Fischerei und des Kurwesens, über die Volksarchitektur, über bedeutende Gemeinschaften von Organismen und charakteristische Pflanzenarten, sowie über die
elementaren ökologischen Beziehungen in der Natur. Der größte Teil der Strecke führt über Feld- und Waldwege. Zur Ausstattung gehören auch Rastplätze mit Bänken, manche mit Aussicht in die umliegende Landschaft. Im Park an der Südseite des Teichs Svět kann die Schwarzenberger Gruft besucht werden.
Lehrpfad Rožmberk - 22 km, 12 Stationen
Dieser Pfad beginnt und endet in Třeboň, sein Thema ist das Fischereiwesen, und daher ist es logisch, dass er um den größten der böhmischen Teiche - den Rožmberk führt (die derzeitige Wasserfläche beträgt ca. 420 ha). Der nächstgelegene Dammabschnitt des Teiches Rožmberk liegt ungefähr 4 km von Třeboň entfernt. Der Teich Rožmberk ist in Wirklichkeit ein Stausee am Fluss Lužnice (Lainsitz), dessen Wasser durch einen mächtigen Zweistufendamm gestaut wird. Der Damm ist nicht nur ein imposantes technisches Werk, sondern auch ein interessanter naturwissenschaftlicher Standort. Er ist mit mächtigen, jahrhundertealten Eichen bewachsen, in deren Hohlräumen eine Vielzahl von Vogelarten nistet. Im Winter ist der Rožmberk eines der Zentren des Vorkommens von Seeadlern. Auf der Wasseroberfläche des Teiches können sie eine Vielzahl von Wasservögeln erblicken - insbesondere in der Zeit des herbstlichen Abfischens halten sich hier Tausende von Enten, Gänsen, Sumpfvögeln, Rohrdommeln und weiteren Vögeln auf.
Nationales Naturschutzgebiet und Lehrpfad Červené blato - 4 km, 6 Stationen
Červené blato befindet sich an der Grenze des Landschaftsschutzgebietes von Třeboň in Richtung Nové
Hrady, der Pfad beginnt in der Siedlung Jiříkovo Údolí (ca 17 km von Třeboň). Červené blato gehört zu den interessantesten Naturschutzgebieten in der Tschechischen Republik. Es ist eines der bekanntesten und am besten zugänglichen Torfmoore des Gebiets um Třeboň. Der größte Teil des Pfades hat eine feste Oberfläche, daher reichen zum Ausflug gewöhnliche Sportschuhe. Vertreter der interessanten Flora sind zum Beispiel die hier natürlich wachsenden Sumpfkiefern und deren Kreuzungen, Heidelbeeren, und weitere seltene Pflanzenarten. Auch die Fauna ist insbesondere für die Forschungen der Fachleute äußerst interessant. Den normalen Besucher ziehen vor allem die vielen Schmetterlinge und Nachtfalter in ihren Bann.
Tereziino údolí (Theresiental)
Genannt auch „Terčino údolí“ finden Sie in unmittelbarer Nähe von Nové Hrady (Gratzen). Es handelt sich um einen Landschaftsnaturpark, gegründet im Jahre 1756 im Auftrag der Gräfin Theresia Buquoy an der Stelle der ehemaligen Fasanerie. Sie finden hier eine große Anzahl von fremdartigen Hölzern, Teiche, einen künstlichen Wasserfall, ein Badehaus im Empirestil, genannt Lázničky aus den Jahren 1788 bis 1797 und das sog. Blaue Haus aus dem Jahre 1806, beschädigt bei der Überschwemmung im Jahre 1915. Durch das Tal führt ein 5,5 km langer Lehrpfad, und entlang des rot markierten Wanderweges kommen Sie zu einem unter Naturschutz stehenden Baum. Das Theresiental ist nationales Naturdenkmal.
Das Teichsystem bei Chlum
Die Teiche bei Chlum gehören zu den vielen Lokalitäten des Landschaftsschutzgebietes um Třeboň, die den Besuchern mit Interese an natürlichen Sehenswürdigkeiten, sowie überhaupt all denjenigen empfohlen werden, die bei Wanderungen durch die Natur in der Umgebung von Třeboň Erholung suchen. Die Lokalität bildet ein umfangreicher Komplex großer Teiche, die voneinander nur durch schmale Dämme getrennt sind. In den Teichen gibt es viele Inseln, deren Ufer gegliedert und mit alten Waldbeständen bewachsen sind. Das Teichsystem bei Chlum ist ein sehr wertvoller botanischer und ornithologischer Standort - ausgedehnte Vogelkolonien können vom Damm aus beobachtet werden. In den nahe gelegenen Wäldern nistet sogar der seltene Seeadler. Wegen schlechter Verkehrsverbindungen empfehlen wir, das eigene Auto zu benutzen oder den Besuch des Moores mit einem ganztägigen Fahrradausflug zu verbinden.
Das Teichsystem Naděje
Nördlich von Třeboň bei der Gemeinde Frahelž finden Sie das Teichsystem Naděje, das zu einem der schönsten Teile der Gegend um Třeboň gehört. Es befindet sich an der Grenze der landwirtschaftlich genutzten Kulturlandschaft und eines ausgedehnten Waldgebietes. Die einzelnen Teiche sind voneinander nur durch schmale Dämme mit Baumreihen, überwiegend Eichen, getrennt. Sie tragen liebliche Namen wie z.B. Hoffnung, Liebe, Glaube und Tat oder Guter Wille. Die Teiche dieses Systems sind ein beliebtes Jagdrevier der Fischreiher, der großen Kormorane, aber es verfliegt sich hierher auch regelmäßig der Seeadler Selten nistet hier auch der Nachtreiher.
Die Sanddüne bei Vlkov
Die Sanddüne bildet ein Naturreservat im Ausmaß von 0,8 ha und über der umliegenden Landschaft erreicht
ihre Höhe 4 – 6 m. In Anbetracht ihrer charakteristischen Form, der raren Sand liebenden Blütenpflanzen und der Fauna ist sie ein bedeutendes Naturgebilde, das seit 1954 geschützt ist. Es breitet sich bei der Gemeinde Vlkov nad Lužnicí (Vlkov an der Lainsitz) aus.
Das Ema Destinnová–Denkmal
Ein Gedenkstein aus Granit am Fluss Nová řeka (Neuer Fluss) befindet sich in der Nähe der Brücke Stříbřecký most, wo die berühmte Sängerin gern angelte. Auf dem Stein stehen ihre eigenen Verse. Am Gedenkstein finden Sie auch eine imposante Sommereiche, die mehr als 350 Jahre alt und 22 m hoch ist.
Das Schloss Jemčina
An der Kreuzung einiger Rad- und Wanderwege, in einer Einöde inmitten der Wälder, befindet sich das Jagdschlösschen Jemčina. Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahre 1348, als diese Ansiedlung Nový Dvůr (der Neue Hof) genannt wurde. Die Bezeichnung Jemčina erscheint ab 1548, benannt nach einem Teil des nahe gelegenen Wehrs am Fluss Nežárka (Naser). Das Schloss gehörte überwiegend dem
Adelsgeschlecht der Černín und wurde besonders berühmt in den Jahren 1790 – 1821 durch seine Treibjagden auf Hirsche und Damhirsche. Der wertvollste Teil des Schlosses ist die St. Nepomuk-Kapelle, errichtet in den Jahren 1767 – 1769. Im Schloss befindet sich eine ständige Ausstellung, gewidmet der Geschichte des Schlossgeheges, des Jagdwesens und gleichzeitig des Naturschutzes. Im Areal befindet sich ein Restaurant und man kann hier auch in Appartements wohnen. Tel.: 384 791 384.
Stříbřec
Ein Dorf in der Teichlandschaft mit einigen gut erhaltenen Bauernhöfen. In der Zeit der nazistischen Okkupation (1940-1945) lebte hier der Schriftsteller Ivan Olbracht; an seinen Aufenthalt erinnert ein Denkmal im Garten der Schule. Im Dorf befindet sich ein geschützter Birnbaum, Alter 100 Jahre, Höhe 10 m.
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